Der Kampf um Bremens Seehafenstellung

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Beschreibung

Klaus Auf dem Garten / Christian Ostersehlte
Die Seeschifffahrtsstraße Weser. Bereisungsdampfer WELLE im Dienst der Weserkorrektion
und seine Rekonstruktion
Hardcover, 21,5 x 28 cm, 176 Seiten

Bremens Kampf um seine Seehafenstellung ist fast so alt wie die Stadt selbst. Schon im späten Mittelalter konnten die ganz großen Koggen wegen ihres Tiefgangs den städtischen Uferhafen nicht mehr erreichen. Die Kaufleute und mit ihnen die Stadt behalfen sich damit, dass die Ladung der großen Schiffe unterhalb Bremens auf spezielle, flachgehende Kähne übernommen wurde. Auch die Anlage der weserabwärts gelegenen Häfen Vegesack und endlich Bremerhaven löste das Problem der weiter versandenden und verwildernden Weser auf Dauer nicht. Letztlich wurde die Stadt vom Seeschiffsverkehr so gut wie ganz abgeschnitten. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelang es dem bremischen Oberbau­direktor Ludwig Franzius, das Weserfahrwasser mit Hilfe einer ganzen Flotte von dampfgetriebenen Baggern, Prähmen und Schleppern so auszubauen, dass die Kraft des nun freiströmenden Wassers den Fluss vor Versandung schützen konnte. Diese erste »Korrektion« der Unterweser erlangte nach dem Ersten Weltkrieg eine Fortsetzung dadurch, dass weitere Vertiefungsschritte notwendig wurden und auch die Außenweser – also die Fahrrinne durch das Wattenmeer von der offenen See nach Bremerhaven – vertieft und stabilisiert werden musste. Mit diesen jahrhundertelangen Bemüh­ungen Bremens, Seehafen zu sein und zu bleiben, beschäftigt sich der erste Schwerpunkt dieses Buches.